Presse

Mehr als ein Dutzend Männer und Frauen schnitzen und sägen wochenlang in Lagerhallen. Die rund 30 Meter großen Maibäume werden in Lagerhallen kunstvoll verziert. Alle Teilnehmer haben ein Ziel: den schönsten Maibaum in der Region herstellen.

Zum 42. Mal findet der Maibaumwettbewerb statt, den die Rieser Nachrichten zusammen mit der Ankerbrauerei Nördlingen veranstaltet. Der Wettbewerb ist erneut in drei Klassen aufgeteilt. Über die Sieger in der Vereins- und Privatklasse wird per Onlinevoting abgestimmt. Die Profiklasse ist dagegen mehr im Sinne des Wettbewerbs, wie er früher war, sagt RN-Heimatverleger Christoph Eigenrauch. Jedes Teilnehmerteam stellt eine eigene Jury, welche die anderen Bäume bewertet. Die Bewertung erfolgt in den Kategorien, Stamm, Gipfel, Kranz/Krone, Zeichen, Platzgestaltung und Sonderpunkte. Die zwei besten und schlechtesten Ergebnisse in der jeweiligen Kategorie werden gestrichen.

Im vergangenen Jahr siegte das Juze Balgheim, das seinen Titel in diesem Jahr verteidigen möchte. Momentan gibt es sieben Konkurrenten. „Unser Ziel sind zehn bis 15 Teilnehmer“, sagt Heiko Spielvogel von den Rieser Nachrichten. Der Anmeldeschluss für die Profi-Klasse endet am Donnerstag, 23. April. Der Anzeigenleiter erfährt als einer der ersten, wer der Gewinner ist. Die Bewertungsbögen müssen bei ihm am Samstag, 2. Mai, zwischen 12 und 13 Uhr abgegeben werden. Der Sieger wird am 9. Mai im Festzelt auf der Nördlinger Kaiserwiese bekannt gegeben. Er darf sich über eine flüssige Belohnung in Höhe von 250 Liter freuen.

Eigens für den Maibaumwettbewerb wurde eine eigene Homepage (www.maibaum-ries.de) kreiert. Dort können sich noch alle Interessierten für den Wettbewerb anmelden und den Bewertungsbogen herunterladen. Sollte es in der ProfiBirke-Klasse keine weitere Anmeldung geben, fällt diese aus. Bisher hat nur ein Team gemeldet. (mili-)

Anmeldung für die Profiklasse bis Donnerstag, 23. April, per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: Rieser Nachrichten vom 18.04.2015

Das Nördlinger Unternehmen investiert 200000 Euro in Modernisierung
 
Die Ankerbrauerei in Nördlingen will ihre Arbeitsabläufe modernisieren und investiert 200000 Euro. Durch die Automatisierung fallen mindestens fünf der derzeit 30 Stellen weg. Das sei nötig, um sich auf dem Markt behaupten zu können, meint das Unternehmen. Der Betriebsrat sieht das ein.

Nördlingen Wie gestern gemeldet, will Ankerbräu modernisieren und investieren, aber auch Stellen abbauen. Dabei geht es laut Geschäftsführer Sebastian Haag um etwas über fünf Arbeitsplätze – mehr lasse sich momentan nicht sagen. Auch handle es sich zumindest zum Teil um Arbeitsplatzverschiebungen.

So werde zum Beispiel die Getränkebelieferung der Gastronomie einem örtlichen Logistikpartner übertragen, der auf diese Aufgabe spezialisiert sei und sie effektiver durchführen könne. Bisher sei man nur auf dem Stand von Absichtserklärungen, doch es sehe so aus, dass die Fahrer, die bei Ankerbräu dann frei würden, vom neuen Logistikpartner mit übernommen werden. Auch in anderen Bereichen können Mitarbeiter möglicherweise zu einer Brauerei wechseln, in deren Auftrag Ankerbräu abfüllt.
Investieren will das Unternehmen laut Geschäftsführer Haag in seine Kernkompetenzen Entwicklung und Herstellung, um den Standort Nördlingen für die Zukunft gerüstet, also marktfähig zu halten. So werde die Sudhaussteuerung modernisiert, der alte „Bottleinspector“, ein Röntgengerät für Flaschen, durch einen modernen ersetzt oder die Tankreinigung automatisiert. Bisher wurden die Drucktanks per Hand gereinigt.

Die Beer-in-box-Produktion – das Abfüllen von Bier, dem die Kohlensäure entzogen wurde und nach langen Transporten wieder frisch zugefügt wird – soll künftig in Reihe geschaltet werden. Entgasung, Kurzzeiterhitzung und Befüllung erfolgen dann hintereinander und nicht mehr in einzelnen Schritten jeweils mit Tankabfüllung dazwischen.

In der Verwaltung hält ein neues Warenwirtschaftssystem mit aktualisierter Hardware und Software Einzug.
200000 Euro will Ankerbräu im laufenden Jahr insgesamt investieren. Innerhalb von zwölf Monaten soll die Modernisierung über die Bühne gehen. „Wirtschaftlichkeit und Intensivierung der Abläufe stehen für das Unternehmen im Vordergrund“, sagt Geschäftsführer Haag. Dass durch die Automatisierung Handarbeit und damit Arbeitsplätze wegfielen, ergebe sich von selbst. Man stehe mit dem Betriebsrat jedoch in konstruktiven Verhandlungen, die zu sozialverträglichen Lösungen führen sollen.

Betriebsratsvorsitzender Ingo Ehlers bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass Betriebsrat und Geschäftsführung im Konsens über den Rahmen dieser Lösungen seien: „Den einen Mitarbeitern neue Arbeitsplätze beschaffen und anderen Abfindungen zu zahlen, ist zusammengenommen wohl der richtige Weg“, sagt Ehlers. Da man noch am Anfang der Verhandlungen stünde, lasse sich nicht sagen, in welchem Maße dieser Weg tatsächlich möglich sei.

Jedenfalls habe der Betriebsrat, nachdem er sich einen Überblick über die Firma verschafft habe, eingesehen, dass optimierte Abläufe im Unternehmen notwendig seien.

Quelle: Rieser Nachrichten vom 01.02.2014